Der Thermalsee
Der Thermalsee von Héviz ist rund 4,5 Hektar, also etwa 4500 m² groß und ist damit der größte natürliche, biologisch aktive Thermalsee der Welt.
Der See wird durch eine Quelle auf dem in ca. 38 Meter Tiefe befindlichen Grund gespeist. Dabei treten pro Sekunde(!) rund 410 Liter Wasser aus und ermöglichen es dem See damit, in 48 Stunde das komplette Wasser einmal auszutauschen. Im Sommer werden an der Wasseroberfläche Temperaturen bis zu 36 Grad gemessen, im Winter kann man ebenfalls noch sehr gut im Freien baden. Die Temperatur des Sees beträgt (je nach Aussentemperatur) noch rund 25 Grad Celsius.
Die heilende Wirkung des Sees war bereits vor 2000 Jahren den Römern bekannt, wurde aber erst Mitte des 18. Jahrhunderts erforscht. Das Wasser besteht hauptsächlich aus Schwefel und Radium, hat aber auch Bestandteile wie Magnesium, Clazium, Kohlendioxid und Hydrogenkarbonat. Die Inhaltsstoffe findet man in gelöster Form im Wasser, aber auch als Wasserdampf. Zudem ist das Wasser leicht radioaktiv.
Der Boden des Sees ist von einer besonderen Schlammschicht bedeckt, die aus organischen und anorganischen Teilen besteht und sich für bestimmte Heilbehandlungen eignet. Bestandteile wie Radiumsalze und reduzierte Schwefellösungen eignen sich besonders zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und motorischen Beschwerden allgemein. Das Wasser kann aber durchaus auch als Trinkkur eingesetzt oder inhaliert werden. Besonders im Winter, bei kalten Aussentemperaturen, helfen die aufsteigenden Dämpfe des Sees bei Halsbeschwerden.